Page 30 - Galerie Ewald Schrade - Mochental - Tobias Röthel - Stahlwerke
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Am obersten Parkplatz angekommen schreitet man anschlie-
                                                                                                                                                                                        ßend durch ein Tor zum Schloss-Innenhof, der von mehreren
                                                                                                                                                                                        Künstlern mit Werken bespielt wird. Frontal vor dem Haupt-
                                                                                                                                                                                        eingang zum Schloss, prominent im Zentrum aufgestellt,
                                                                                                                                                                                        behauptet sich eine exklusiv entstandene sieben Tonnen
                                                                                                                                                                                        schwere große Balance von Thomas Röthel. Nomen est omen:
                                                                                                                                                                                        Hoch in die Luft streckt das stark gebogene Stahlpaar seine
                                                                                                                                                                                        Enden in ca. zwei Metern Höhe, nimmt in seinem tiefsten
                                                                                                                                                                                        Punkt kaum Kontakt zum Boden auf, ist ständig in Balance,
                                                                                                                                                                                        wechselt den gegenseitigen Aufschwung mit haltsuchender,
                                                                                                                                                                                        nahezu umarmender Ruhe ab: ein subtiles Spiel mit unserem
                                                                                                                                                                                        Gefühl für Einklang und Einigkeit, unserem Bedürfnis nach
                                                                                                                                                                                        Harmonie und Stabilität. Unwillkürlich stellt man sich beim
                                                                                                                                                                                        Anblick dieser Werke die Frage, ob sie gerade auf- oder zuge-
                                                                                                                                                                                        hen, abheben oder zu Boden gehen, sie sich hochschaukeln
                                                                                                                                                                                        oder zur Ruhe kommen.


                                                                                                                                                                                        Spannende Durchblicke und ein intimer, sonnendurchströmter
                                                                                                                                                                                        oder schattenverdunkelter Einschlussraum ergeben sich beim
                                                                                                                                                                                        feinfühlig ausbalancierten Ineinanderlegen der zuvor zusam-
                                                                                                                                                                                        men gebogenen und im Anschluss zueinander in Beziehung
                                                                                                                                                                                        gesetzter Stahlpendants. Vor der gelben Fassadenwand und
                                                                                                                                                                                        umgeben von bunten Blumen, saftig grünen Bäumen und
                                                                                                                                                                                        dem blauen Himmel bildet das Werk mit seiner in Rostbraun-
                                                                                                                                                                                        tönen schimmernden Haut einen einmaligen Farbkontrast:
                                                                                                                                                                                        Spektakulär!



































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