Page 77 - Galerie Ewald Schrade - Mochental - Tobias Röthel - Stahlwerke
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Paarweise einander gegenüberstehend, bieten die Skulpturen
 im Hubertussaal eine unmittelbare Vergleichsmöglichkeit und
 zeigen eindrucksvoll die enorme Vielfalt und Variationsbreite
 der jeweiligen Formprinzipien auf. Die gesamte Spannweite
 des Œvres des Künstlers – von seiner allerersten Skulptur,
 ein einfacher Block mit einer einfachen Biegung, bis zu
 seiner jüngsten Dynamik-Version – ist hier in der Ausstellung
 „Stahlwelten“ zu sehen! Im Schöpfungsprozess lässt Thomas
 Röthel sein Befinden in das Material einfließen, das dieses
 aufnimmt. Rotglühender Stahl, sprühende Funken, materialauf-
 brechendes, resolutes Hineinarbeiten mit dem Schneidbrenner:
 Beeindruckend werden im Durchgang zum Saal die archaischen
 Arbeitsmethoden auf dokumentierenden Fotografien den ent-
 sprechenden oder ähnlichen Werken zugeordnet.


 Verblüffend klar sind seine luftig-leichten Werke, in denen der
 Künstler in einem prozessorientierten und zunächst ergebnisof-
 fenen Verfahren tonnenschweren, kompakten und versiegelten
 Stahl in balancierende und schwingende Raumzeichnungen
 verwandelt, die sich im Spannungsfeld zwischen Innenleben
 und Außenhaut dynamisch öffnen, drehen, biegen und aufbre-
 chen. Gerade dieses prozessorientierte Verfahren, wie Thomas
 Röthel es anwendet, erfordert Mut, Experimentierfreude,
 körperliche Fitness und Ausdauer.







































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