Page 14 - Galerie Ewald Schrade - Mochental - Tobias Röthel - Stahlwerke
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Im weich geglühten Zustand des Stahls wurde eine gegen
die Spannung und Parallelität wirkende Drehbewegung in
der Kombination mit Ziehen und Stauchen ausgeführt. Rasant
schnellende Windungen erzeugen im mittleren Bereich heftig
aus der Senkrechten herausgeschleuderte Zwischenräume
und Durchbrüche. Die umeinander fließenden Stahlbänder
drehen einerseits ausladende Pirouetten und umspielen
andererseits als ruhigeres Pendant eine gedachte, stabili-
sierende Mittelachse. Auf der metaphorischen Ebene lassen
diese verschlungenen, kokettierend sich umwerbenden
Flacheisenpartner, die sich stellenweise kaum berühren, an
verschiedenste Beziehungssituationen im Gegensatzbereich
Nähe–Distanz denken.
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